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Workshop Trier (15./16.2.2018)

Workshop zu Begriffen und Definitionen

Das Netzwerk möchte über die sozialwissenschaftlichen Annäherungen zu unterschiedlichen Paragesellschaften hinausgehen, indem es diese literatur- und filmwissenschaftlich aufarbeitet. Es profiliert, welche narrativen und filmischen Strategien für Texte, die Paragesellschaften thematisieren, reflektieren und produzieren, konstitutiv sind und hiervon ausgehend ein Modell entwickeln, das im Optimalfall auch für die Analyse von Werken zu Formen paralleler Sozialität aus anderen kulturellen Kontexten fruchtbar gemacht werden kann. Der Fokus soll dabei nicht nur darauf liegen, wie Literatur und Film sich zum gesellschaftlichen Diskurs um unterschiedliche Paragesellschaften positionieren oder ihn ggf. beeinflussen, sondern auch darauf, dass literarische und filmische Paragesellschaften eine Bedeutung und ein Ausdruckspotenzial besitzen können, die über dasjenige der gesellschaftlichen (bzw. empirisch-sozialwissenschaftlichen) Debatten hinausgehen und die Bedeutung des Imaginären im Konstitutionsprozess von (Para-)Gesellschaften hervorheben.

Um eine theoretische Grundlage für die Fundierung des Konzept ‚Paragesellschaft‘ zu schaffen, wurden beim Netzwerktreffen in Trier unterschiedliche Konzepte disktuiert und für das Vorhaben fruchtbar gemacht: ‚Rechtfertigungsnarrative‚, die ‚Gesellschaft der Singularitäten‚, das ‚soziale Imaginäre‚ und seine Konstruktionen, ‚Globalisierung‚. Flankiert wurden diese Diskussionen von zwei Gastvorträgen von Dr. Marc Hill (Universität Innsbruck) und Prof. Dr. Alexander K. Nagel (Universität Göttingen), die das Thema aus soziologischer und religionswissenschaftlicher Perspektive mit ihren Vorträgen ‚Parallelgesellschaft postmigrantisch‚ und ‚Parallelgesellschaft, Mobilitätsfalle, etnische Kolonie. Sprachbilder der Migrationsforschung in wissenssoziologischer Perspektive‚ vertieft haben.